
Von Mitchell Dean und Jürgen Martschukat

Mitchell Dean ist Soziologe an der Copenhagen Business School.
Jürgen Martschukat ist Historiker an der Universität Erfurt.

Von Mitchell Dean und Jürgen Martschukat

Mitchell Dean ist Soziologe an der Copenhagen Business School.
Jürgen Martschukat ist Historiker an der Universität Erfurt.
Von Silvan Niedemeier
1989 fiel an der Stanford University in Kalifornien die Entscheidung, alle Gebeine der Vorfahren des Ohlone Tribes in ihrer anthropologischen Sammlung zurückzugeben. Dem ging eine umkämpfte Diskussion zwischen den Nachfahren der Ohlone und Vertreter*innen der Wissenschaft voraus – ein wegweisender Fall, der die Frage nach legitimen Ansprüchen und Entscheidungshoheit in der Debatte um Repatriierung von Ancestral Remains ins Blickfeld rückt.
Sich mit den Wirkungsweisen von Freiwilligkeit zu befassen, hilft dabei, Engagement in nicht-westlichen Gesellschaften besser und differenzierter zu verstehen. Außerdem kreist die weitere Diskussion zwischen Tilo, Silke und Matthias um die Konjunktur autokratischer Politiken weltweit und deren Auswirkungen auf die Problematisierung von Freiwilligkeit.
Die Globalität von Umweltpolitik, kapitalistische Arbeits- und Konsumverhältnisse sowie die Handlungsspielräume innerhalb dieser Verhältnisse erfordern eine Kombination von Weitwinkelperspektiven und Nahaufnahmen auf Freiwilligkeit. Sie legen auch die Frage nahe, an welchem Punkt freiwilliges Handeln zur Notwendigkeit und wie in Gesellschaften über Freiwilligkeit regiert wird.
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