Tagung “Umkämpfte Demokratie”

Wie steht es heute um die Demokratie – und welche Konflikte prägen und prägten sie?

Die Tagung in Erfurt am 20. und 21. November 2026 rückt Demokratie als historisch gewachsene und zugleich umkämpfte Praxis in den Mittelpunkt. Sie fragt danach, wie demokratische Ordnungen entstanden sind, welche Konflikte sie geprägt haben – und wie sich diese bis heute fortschreiben.

Im Dialog zwischen Geschichtswissenschaft und benachbarten Disziplinen werden zentrale Spannungsfelder beleuchtet: Ungleichheit und Eigentum, Öffentlichkeit und Medien, Migration und Erinnerungspolitik, Umwelt, Körper, Geschlecht und gesellschaftliche Teilhabe. Die Beiträge zeigen, dass Demokratie stets das Ergebnis von Aushandlungsprozessen, Kämpfen und gesellschaftlichen Transformationen war und ist.

Die Tagung, die in deutscher Sprache stattfindet, ist eine Zusammenarbeit des SFB 294: „Strukturwandel des Eigentums“, der FOR 2983: „Freiwilligkeit“ und der „Historiker*innen für eine demokratische Gesellschaft“ und wird gemeinsam organisiert von Jürgen Martschukat (Universität Erfurt), Norbert Finzsch (Universität zu Köln) und Leonie Werle (Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg). Wir werden diskutieren, wie Demokratie historisch gewachsen, gegenwärtig herausgefordert und zukünftig gestaltbar ist.

PROGRAMM DER TAGUNG

Hier das Programm zum Download. Für eine Teilnahme bitten wir um eine Anmeldung per Email an tagung.demokratie@uni-erfurt.de bis spätestens zum 6. November 2026.

FREITAG | 20. NOVEMBER 2026

12.30 | Welcome Coffee

13.00 – 13.30 | Begrüßung und Einführung

13.30 – 14.45 | Demokratie, Körper und Geschlecht: Demokratische Sorge und autoritäre Austerität in Krisenzeiten der sozialen Reproduktion | Jule Govrin (Bergische Universität Wuppertal)

15.00 – 16.15 | Demokratie, Erinnerungspolitik und Migration: Was sagen uns die Debatten um Migration, Flucht und Asyl über die politische Kultur der Berliner Republik? | Patrice G. Poutrus (Amadeu Antonio Stiftung, Berlin)

Kaffee

16.45 – 18.00 | Demokratie, Partizipation und Engagement: (Wie) Funktionieren Bürgerdialoge in Stadtteilen mit extrem rechten Dominanzbestrebungen? | Heike Radvan (Eberhard Karls Universität Tübingen)

18.15 – 19.30 | Demokratie, Medien und Öffentlichkeit: Zu den Voraussetzungen einer freien Meinungsbildung | Ulrike Weckel (Justus-Liebig-Universität Gießen)

20.00 | Abendessen

SAMSTAG | 21. NOVEMBER 2026

09.00 – 10.15 | Demokratie, Eigentum und Ungleichheit: Braucht Demokratie Sozialismus? | Silke van Dyk (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

10.30 – 11.45 | Demokratie, Umwelt und Natur: Braucht Freiheit Überfluss? | Dirk Schuck (Universität Erfurt)

12.00 – 12.30 | Wrap-up

13.30 – 15.00 | Hist4Dem-Treffen

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