{"id":14854,"date":"2024-08-22T12:00:00","date_gmt":"2024-08-22T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.voluntariness.org\/?p=14854"},"modified":"2026-03-20T10:02:15","modified_gmt":"2026-03-20T09:02:15","slug":"das-lockesche-subjekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/das-lockesche-subjekt\/","title":{"rendered":"Das Lockesche Subjekt"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\"><div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2388\" height=\"1396\" src=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/07\/2024_08_blog_locke_signature_vflayer-01.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-14866\" style=\"width:807px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/07\/2024_08_blog_locke_signature_vflayer-01.png 2388w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/07\/2024_08_blog_locke_signature_vflayer-01-250x146.png 250w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/07\/2024_08_blog_locke_signature_vflayer-01-1280x748.png 1280w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/07\/2024_08_blog_locke_signature_vflayer-01-1830x1070.png 1830w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/07\/2024_08_blog_locke_signature_vflayer-01-300x175.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 2388px) 100vw, 2388px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Foto (bearbeitet) via <a ref=\"magnificPopup\" href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Locke_Signature.jpg\">Wikimedia Commons<\/a>, &nbsp;\u00a9 WTomley, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-sa\/4.0\/deed.en\">CC BY-SA 4.0<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-medium is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"250\" src=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/12\/Martschukat_Juergen-1-250x250.jpg\" alt=\"portrait juergen martschukat\" class=\"wp-image-11452\" style=\"width:250px\" srcset=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/12\/Martschukat_Juergen-1-250x250.jpg 250w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/12\/Martschukat_Juergen-1-800x800.jpg 800w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/12\/Martschukat_Juergen-1-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/12\/Martschukat_Juergen-1-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/12\/Martschukat_Juergen-1.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-content-primary-color has-text-color\">Von <a href=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/project\/juergen-martschukat\/\">J\u00fcrgen Martschukat<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen Martschukat ist Historiker an der Universit\u00e4t Erfurt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"perspectives-on-voluntariness-and-the-covid-crisis\">Das Lockesche Subjekt: Freiwilligkeit als Essenz des Menschseins<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Mensch als sich selbst geh\u00f6render, autonomer, freiwillig agierender Handlungstr\u00e4ger hat sich seit dem 17. Jahrhundert in das liberale politische Denken eingenistet. Im neoliberalen Zeitalter der letzten rund 50 Jahre hat er das politische und allt\u00e4gliche Handeln mehr denn je zuvor gepr\u00e4gt und sich in den Entwurf idealen Subjektseins noch tiefer eingefr\u00e4st. Doch das sogenannte Lockesche Subjekt ist im Zuge der zugespitzten planetarischen \u00f6kologischen Krise zur Zielscheibe der Kritik geworden. Es trage schlechthin nicht, werfen etwa <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buch\/dipesh-chakrabarty-das-klima-der-geschichte-im-planetarischen-zeitalter-t-9783518587799\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dipesh Chakrabarty und Bruno Latour<\/a> ein. Ph\u00e4nomene wie die Erderw\u00e4rmung k\u00f6nnen Menschen nicht als individuelle Handlungstr\u00e4ger, sondern nur kollektiv und \u00fcber l\u00e4ngere Zeitr\u00e4ume hinweg bewirken und auch nur so bek\u00e4mpfen. Zudem ist es wohl kaum gewagt zu prophezeien, dass die Lage des Planeten sich nicht entspannen, sondern vielmehr weiter eskalieren wird, solange das freiwillig handelnde, autonome, sich selbst gen\u00fcgende Subjekt Fluchtpunkt des politischen Denkens und Handelns bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist, wie und mit welcher diskursiven Strategie es dem Lockeschen Subjekt gelungen ist, sich im Zentrum politischen Denkens und Handelns zu verankern, ja, sogar zu dessen Ausgangs- und Fluchtpunkt zugleich zu werden. Eine entsprechende Diskussion sollte bei John Locke selbst beginnen und von dort aus Perspektiven auf unsere Gegenwart er\u00f6ffnen. In das Zentrum seiner politischen Theorie stellt Locke einen Menschen, der grunds\u00e4tzlich zu freiwilligem Handeln bef\u00e4higt ist. Dieser ist f\u00fcr ihn Voraussetzung und Ausgangspunkt von politischer Ordnung, die ihre Legitimit\u00e4t daraus herleiten kann, dass sie im Sinne des Menschen waltet. In den 1680er Jahren als Gegenentwurf zu autorit\u00e4rer K\u00f6nigsherrschaft verfasst, stellte Locke in den Two Treatises of Government die Formierung einer \u201evoluntary union of men\u201c an den Anfang einer freiheitlichen politischen Ordnung. \u201ePolitic societies [of free men] all began from a voluntary union,\u201c hei\u00dft es im <a href=\"https:\/\/www.gutenberg.org\/files\/7370\/7370-h\/7370-h.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Second Treatise<\/em><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Freiwilligkeit, Begehren und politische Ordnung<\/h3>\n\n\n\n<p>Folgen wir Locke, so steht freiwilliges Handeln im Kern einer solchen politischen Ordnung und es geht dieser zugleich voraus. Denn der Mensch sei qua seines Menschseins bef\u00e4higt, freiwillig zu handeln. Freiwillig handeln zu k\u00f6nnen, mache den Menschen sogar als Menschen aus, schrieb Locke in seinem erkenntnistheoretischen <em><a href=\"https:\/\/en.wikisource.org\/wiki\/An_Essay_Concerning_Human_Understanding\/Book_III\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Essay Concerning Human Understanding<\/a><\/em>: \u201eVoluntary motion, with sense and reason, [is] the nominal essence of the [human] species\u201c. Locke publizierte seine Erkenntnistheorie etwa zur gleichen Zeit wie seine bereits erw\u00e4hnte politische Hauptschrift \u00fcber die <em>Two Treatises of Government<\/em>, in denen sich Freiwilligkeit politisch als Vertragstheorie konkretisiert. Freiwilligkeit ist das Scharnier, das Lockes Erkenntnistheorie und seine politische Philosophie miteinander verbindet. Denn die F\u00e4higkeit freiwillig zu handeln ist die Voraussetzung daf\u00fcr, ein politisches Wesen sein zu k\u00f6nnen, die Fesseln der autorit\u00e4ren Gewalt des Zwangs abzusch\u00fctteln, den Gesellschaftsvertrag zu schlie\u00dfen und so eine freie Gesellschaft zu etablieren, die in freiwilligen Handlungen gr\u00fcndet. Das Lockesche Subjekt ist ein freiwillig handelndes Subjekt, und es ist als der Ursprung und das Zentrum einer liberalen politischen Ordnung konzipiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Locke verortet Freiwilligkeit in der Interaktion von menschlichem Willen und K\u00f6rper. Getriggert wird diese Interaktion, so schreibt er im <a href=\"https:\/\/www.gutenberg.org\/files\/10615\/10615-h\/10615-h.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Essay Concerning Human Understanding<\/em><\/a>, von einem genuin, nat\u00fcrlich, universell gedachten menschlichen Begehren, Gl\u00fcck zu finden und Elend zu vermeiden. F\u00fcr Locke ist das Begehren eine produktive Kraft von beinahe <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buch\/anti-oedipus-t-9783518278246\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deleuzianischer<\/a> Wucht. Es ist einfach da, h\u00e4lt die Welt in Bewegung, ist der Motor des Seins und die M\u00f6glichkeitsbedingung freiwilligen Handelns. In der Theorie bleibt das konkrete Objekt des Begehrens unbestimmt. Wichtiger als das Objekt des Begehrens ist f\u00fcr Locke und das Lockesche Subjekt, dass Menschen mit der F\u00e4higkeit ausgestattet seien, sich zu ihrem Begehren zu verhalten, indem sie bewusste Bewegungen des K\u00f6rpers, wie das Heben eines Armes oder das Vollziehen eines Schrittes, beginnen oder unterlassen, fortf\u00fchren oder beenden; und: \u201cThe [beginning or] forbearance, of that action, consequent to such order or command of the mind, is called voluntary.\u201d Folgen wir Locke, so ist sogar das ganze Leben nicht mehr und nicht weniger als ein ewiges Sich-Verhalten zu dem eigenen Begehren. \u201cIt is that train of voluntary actions\u201d, so Locke im <a href=\"https:\/\/www.gutenberg.org\/files\/10615\/10615-h\/10615-h.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Essay Concerning Human Understanding<\/em><\/a>, \u201ewhich makes up our lives\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>John Lockes politische Anthropologie war Teil des revolution\u00e4ren Widerstands gegen die englische Monarchie und insbesondere gegen James II. Sie setzte Freiwilligkeit an die Stelle von Zwang sowie individuelle Selbstbestimmung und Eigentum an die Stelle autorit\u00e4rer Herrschaft, die bis dahin eng an den Gro\u00dfgrundbesitz weniger gebunden war. Aus dem feudalherrschaftlichen Kontext heraus erfuhr das theoretisch unbestimmte Begehren bei Locke doch eine politische Konkretisierung in Form von <a href=\"https:\/\/www.campus.de\/buecher-campus-verlag\/wissenschaft\/geschichte\/relating_to_landed_property-17993.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Landeigentum<\/a>. Eine neue politische Ordnung sollte der Befriedigung menschlichen Begehrens dienen, aus der menschlicher Wesenhaftigkeit heraus begr\u00fcndet werden und damit der menschlichen F\u00e4higkeit Raum geben, dar\u00fcber zu entscheiden, wie man sich zu den eigenen W\u00fcnschen und Begehren verhielt. Jede andere politische Ordnung w\u00e4re im Widerspruch zur menschlichen Natur.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">F\u00fchrung durch Anleitung<\/h3>\n\n\n\n<p>Allerdings ist das Lockesche Subjekt von Anbeginn an ein janusk\u00f6pfiges gewesen. Dessen freiheitliches Recht auf die Befriedigung seiner individuellen Bed\u00fcrfnisse zu verk\u00fcnden, war gegen die autorit\u00e4re Herrschaft des englischen K\u00f6nigshauses gerichtet. Zugleich war dieses freiheitliche Recht wei\u00df und m\u00e4nnlich, und John Lockes politische Anthropologie stand nicht nur im Kontext des Widerstandes gegen Feudalherrschaft, sondern auch der <a href=\"https:\/\/www.dukeupress.edu\/colonial-lives-of-property\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">siedlerkolonialen Exansion, des Landgrabbing<\/a> und der <a href=\"https:\/\/geschichtedergegenwart.ch\/americas-original-identity-politics-ueber-historische-verflechtungen-von-eigentum-race-und-identitaetspolitik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Versklavung<\/a>. Mithin ging das individuelle und politische Recht freiwillig und ohne \u00e4u\u00dferen Zwang zu agieren mit der Ausgrenzung, Unterdr\u00fcckung, Beraubung und Ausbeutung anderer einher. Dar\u00fcber hinaus brachte es eine systemische Vernachl\u00e4ssigung von Handlungseffekten mit sich, f\u00fcr die man einen gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfstab anlegen muss. Anders formuliert: Die eine Farm eines englischen Siedlers in der Cheasapeake Bay stellte wohl ein eher geringeres Problem dar; doch die schwarmf\u00f6rmige siedlerkoloniale Eroberung des nordamerikanischen Kontinentes hatte genozidale Konsequenzen. Mit Blick auf die Gegenwart lie\u00dfe sich \u00e4hnlich argumentieren: Der \u00f6kologische Fu\u00dfabdruck des Einzelnen stellt wohl ein eher geringeres Problem dar; in der Masse wird er zu einer geophysischen Kraft.<\/p>\n\n\n\n<p>John Locke hat sich um die Janusk\u00f6pfigkeit des liberalen Subjektes nicht geschert. Daf\u00fcr war er zu sehr <a href=\"https:\/\/jacobin.com\/2019\/03\/john-locke-freedom-slavery-united-states\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in die expansionistischen und entmenschlichenden Politiken des 17. Jahrhunderts verstrickt<\/a>. Locke hat in die Royal African Company investiert, die Sklaverei in der Verfassung der Kolonie Carolina verankert und diese in Virginia gegen eine m\u00f6glichst breite siedlerkoloniale Expansion abgewogen. Allerdings hat John Locke in den 1690er Jahren auch dar\u00fcber nachgedacht, inwieweit das freiwillig agierende Subjekt in seinem Handeln gef\u00fchrt werden soll und kann. Dabei r\u00e4sonierte er \u00fcber eine Art der F\u00fchrung, die nicht auf eine einzelne Handlung ausgerichtet sein sollte, sondern vielmehr durch Anleitung und <a href=\"https:\/\/oll.libertyfund.org\/titles\/locke-the-works-vol-8-some-thoughts-concerning-education-posthumous-works-familiar-letters\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Erziehung<\/a> Richtlinien des Entscheidens in das Subjekt und sein Handeln einschreibt; und zwar so tief, dass sie aus ihm selbst herauszukommen scheinen. Das freiwillige Entscheiden \u00fcber das eigene Handeln findet dann innerhalb eines vorgeformten Feldes statt, das die Freiwilligkeit rahmt, wie auch die Philosophin <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/44649934\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Hina Nazar<\/a> betont. Das Subjekt entscheidet nach wie vor frei, aber doch zugleich gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Lockesches Subjekt zu sein, kann also durchaus mehr bedeuten, als jedem Begehren unmittelbar nachgehen k\u00f6nnen zu wollen und sogar ein Recht darauf zu reklamieren. Es bedeutet vielmehr auch, innehalten zu k\u00f6nnen, zwischen verschiedenen Begehren abzuw\u00e4gen, dabei auch die Begehren anderer und \u201ethe greater good\u201c anzuerkennen und einzubeziehen, sich damit zu identifizieren und, um mit den Philosophen Harry G. Frankfurt und <a href=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/freiwilligkeit-und-liebe\/\">Christian Bock<\/a> zu sprechen, W\u00fcnschen zweiter oder gar dritter Ordnung Raum zu gew\u00e4hren. Auch bedeutet ein damit verbundener <a href=\"https:\/\/www.suhrkamp.de\/buch\/philipp-lepenies-verbot-und-verzicht-t-9783518127872\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verzicht auf sofortige Befriedigung<\/a> f\u00fcr das Lockesche Subjekt keine Verletzung von Freiheitsrechten, wie sie gegenw\u00e4rtig regelm\u00e4\u00dfig beklagt wird. Im Gegenteil, betont der politische Philosoph <a href=\"https:\/\/meiner.de\/die-verinnerlichung-der-sozialen-natur.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dirk Schuck<\/a>: F\u00fcr John Locke begr\u00fcndet erst die F\u00e4higkeit, verzichten zu k\u00f6nnen, wahre Handlungsfreiheit.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n\n\n\n<p class=\"has-content-bg-alt-background-color has-background\"><span class=\"has-inline-color has-content-primary-color\">Zitiervorschlag:<\/span> Martschukat, J\u00fcrgen: \u201eDas Lockesche Subjekt. Freiwilligkeit als Essenz des Menschseins\u201c, <em>Freiwilligkeit: Geschichte &#8211; Gesellschaft &#8211; Theorie<\/em>, August 2024, <a href=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/das-lockesche-subjekt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/the-lockean-subject\/<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von J\u00fcrgen Martschukat<\/p>\n<p>Der Mensch als sich selbst geh\u00f6render, autonomer, freiwillig agierender Handlungstr\u00e4ger hat sich seit dem 17. Jahrhundert in das liberale politische Denken eingenistet. Im neoliberalen Zeitalter der letzten rund 50 Jahre hat er das politische und allt\u00e4gliche Handeln mehr denn je zuvor gepr\u00e4gt und sich in den Entwurf idealen Subjektseins noch tiefer eingefr\u00e4st. 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