{"id":13929,"date":"2024-01-23T16:00:00","date_gmt":"2024-01-23T15:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.voluntariness.org\/?p=13929"},"modified":"2024-01-26T15:13:22","modified_gmt":"2024-01-26T14:13:22","slug":"remigration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/remigration\/","title":{"rendered":"\u201eRemigration\u201c"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\"><div class=\"wp-block-image is-style-default\">\n<figure class=\"alignleft size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1139\" src=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14002\" style=\"aspect-ratio:3\/2;object-fit:cover\" srcset=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024.jpg 1920w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-250x148.jpg 250w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-1280x759.jpg 1280w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-1804x1070.jpg 1804w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-300x178.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Demo &#8220;Vielfalt statt Hetze&#8221; in Berlin am 21. Januar 2024 (Foto: \u00a9 Stefan M\u00fcller, verf\u00fcgbar \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/stefan-mueller-climate\/\">Flickr<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc\/2.0\/\">CC BY-NC 2.0 Deed<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\"><div class=\"wp-block-image is-style-rounded\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1025\" height=\"1025\" src=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/04\/florian-wagner-web.jpg\" alt=\"Florian Wagner\" class=\"wp-image-9658\" style=\"width:224px;height:225px\" srcset=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/04\/florian-wagner-web.jpg 1025w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/04\/florian-wagner-web-250x250.jpg 250w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/04\/florian-wagner-web-800x800.jpg 800w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/04\/florian-wagner-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/04\/florian-wagner-web-300x300.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1025px) 100vw, 1025px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<div style=\"height:25px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-content-primary-color has-text-color\">Von <a href=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/project\/florian-wagner\/\">Florian Wagner<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Florian Wagner ist Historiker an der Universit\u00e4t Erfurt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"perspectives-on-voluntariness-and-the-covid-crisis\">\u201eRemigration\u201c: Zwischen freiwilliger R\u00fcckkehr und rassistischer Massendeportation<\/h2>\n\n\n\n<p>Nachdem eine rechtsextreme Tagung im November 2023 <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/aktuelles\/neue-rechte\/2024\/01\/10\/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen\/\">von einer Neuauflage deutscher Massendeportationen fantasierte<\/a> und diese unbeholfen mit dem Begriff \u201eRemigration\u201c besch\u00f6nigen wollte, reagierte die Zivilgesellschaft ungew\u00f6hnlich schnell. Denn die Deportationspl\u00e4ne hinter dem Remigrationsbegriff waren offensichtlich und lie\u00dfen viele aufhorchen. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/remigration-ist-das-unwort-des-jahres-woher-kommt-der-begriff-19449280.html\">\u201eRemigration\u201c wurde zum Unwort des Jahres gew\u00e4hlt<\/a>, und eine Jury aus Fachleuten erkl\u00e4rte, Remigration sei eigentlich eine neutrale oder gar affirmative Bezeichnung f\u00fcr \u201everschiedene, in der Regel freiwillige Formen der R\u00fcckkehr\u201c von Migrant*innen. Diese Bedeutung sei aber von Rechten \u201eideologisch vereinnahmt\u201c worden, die mit \u201ekalkulierter Ambivalenz\u201c Aufmerksamkeit bekommen wollten und gleichzeitig ihre Pl\u00e4ne zu Massendeportationen offenlegten. Schon eine Woche nach dem Aufdecken der rechten Remigrationsfantasien <a href=\"https:\/\/www.berliner-ensemble.de\/magazin\/correctiv-lesung\">machte das Berliner Ensemble eine szenische Lesung zum Thema<\/a>. Sie wurde auf verschiedensten Kan\u00e4len live gestreamt. Schlie\u00dflich <a href=\"https:\/\/taz.de\/Proteste-gegen-rechts\/!5986385\/\">protestieren im Januar und Februar 2024 Hunderttausende<\/a> auf \u00fcber 70 Gro\u00dfdemonstrationen in verschiedenen St\u00e4dten gegen die rechtsradikale AfD, deren menschenfeindliche Politik sich in ihrem Remigrationsprojekt offen zeigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum griffen diese auf den Remigrationsbegriff zur\u00fcck? Wie dieser Beitrag zeigt, r\u00fchrt die Entscheidung nicht von sprachlicher Finesse, der Innovationskraft neurechter Think Tanks oder gar einer legitimen Reaktion auf eine aktuelle \u201eMigrationskrise\u201c her, sondern l\u00e4sst rassistische Deportationspl\u00e4ne wieder aufleben, die sich seit dem 19. Jahrhundert kaum ver\u00e4ndert haben. Die Urspr\u00fcnge lagen dabei im Antisemitismus, Nationalsozialismus und im Kolonialismus, die alle ein zutiefst rassistisches Weltbild teilen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Ambivalenz der Freiwilligen Remigration in der Migrationspolitik<\/h3>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/zeithistorische-forschungen.de\/1-2023\/6099\">Begrifflichkeit f\u00fcr die freiwillige und unfreiwillige R\u00fcckkehr von Migrant*innen ist nicht einheitlich<\/a>. Zwangsr\u00fcckf\u00fchrungen werden in deutschen Gesetzestexten meist als Abschiebungen bezeichnet. Dagegen vermeidet man den international \u00fcblichen Begriff Deportation, der im Deutschen zu eng mit der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik verbunden ist und auch die Verschleppung von Menschen mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft einschlie\u00dft. In der Verwaltungssprache und in Polizeikreisen spricht man lieber von R\u00fcckf\u00fchrungen, um den Zwangscharakter nicht allzu deutlich zu machen. Internationale Fl\u00fcchtlings- und Migrationsorganisationen verwenden vorrangig die Bezeichnungen \u201erepatriation\u201c und \u201ereturn\u201c. Diese Begriffe bezeichneten urspr\u00fcnglich die international organisierte R\u00fcckkehr von Gefl\u00fcchteten in ihr Herkunftsland nach Ende eines Krieges, eines Konflikts oder einer humanit\u00e4ren Katastrophe. \u201eRepatriation\u201c bedeutet in diesem Sinne eine humanit\u00e4re und organisierte R\u00fcckf\u00fchrung in das Heimatland, die auf Freiwilligkeit beruht. Im Gegensatz zu (vorrangig westlichen) Staaten, deren Ausweisungspolitik zun\u00e4chst darauf abzielte, Nicht-Staatsb\u00fcrger*innen aus dem Staatsterritorium zu entfernen, verlangten internationale Abkommen, dass man ein konkretes und sicheres Zielland der R\u00fcckf\u00fchrungen benennt. Internationale Organisationen boten darum &nbsp;\u201evoluntary repatriation\u201c oder \u201evoluntary return\u201c-Programme an. Allerdings wurden diese Programme seit 1979 auch genutzt, um Migrant*innen ohne Bleiberecht in Europa r\u00fcckzuf\u00fchren, wodurch die Freiwilligkeit nicht mehr gew\u00e4hrleistet war und die Programme in Verruf kamen. Menschen, die abgeschoben werden sollten, bekamen darin das Angebot, <a href=\"https:\/\/zeithistorische-forschungen.de\/1-2023\/6107\">durch Teilhabe an freiwilligen R\u00fcckkehrprogrammen ihre Zwangsabschiebung zu vermeiden<\/a>. Allerdings waren diese Programme keine Alternativen, sondern nur Mittel, um faktische Abschiebungen statistisch als freiwillige R\u00fcckkehr vermerken zu k\u00f6nnen. Denn die Migrant*innen hatten nicht die Wahl zwischen Bleiben und Gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese irref\u00fchrende Bezeichnung der R\u00fcckkehrprogramme als \u201efreiwillig\u201c erkannten diejenigen Teile der demokratische Zivilgesellschaft, welche den betroffenen Migrant*innen zuh\u00f6rten. Aus diesem Grund war schon 2006 die \u201efreiwillige Ausreise\u201c in Deutschland zum Unwort des Jahres gek\u00fcrt worden. Bereits damals erkannten viele Menschen, dass das Sch\u00f6nreden der Ausreisepflicht rein rhetorisch war und den Zwangscharakter dahinter verschleierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Begriff Remigration suggeriert dagegen dreierlei. Erstens scheint er ein neutraler Begriff zu sein, der in der Wissenschaft zur Beschreibung von R\u00fcckwanderungen verwendet wird. Zweitens gibt er vor, dass Menschen in ein angestammtes Herkunftsland zur\u00fcckkehren und dies ein gleichsam nat\u00fcrlicher Prozess ist. Drittens wird er mit der Freiwilligkeit einer individuellen R\u00fcckkehrentscheidung assoziiert und nicht mit einer erzwungenen R\u00fcckf\u00fchrung. Die Benutzung des Begriffs \u201eRemigration\u201c mitsamt diesen Assoziationen scheint rechten Kreisen die M\u00f6glichkeit zu er\u00f6ffnen, ihre Deportationspl\u00e4ne an einen als legitim und humanit\u00e4r betrachteten Ablauf von R\u00fcckkehr und R\u00fcckf\u00fchrungen anschlussf\u00e4hig zu machen und dadurch zu \u201enormalisieren\u201c. <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/afd-politiker-baumann-nennt-remigration-vernuenftiges-wort-19451878.html\">So verteidigte der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der AfD-Bundestagsfraktion Bernd Baumann den Begriff \u201eRemigration\u201c als ein \u201evern\u00fcnftiges Wort\u201c.<\/a><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Urspr\u00fcnge des \u201eMasterplans Remigration\u201c in der Geschichte der \u201erassistischen Internationale\u201c<\/h3>\n\n\n\n<p>Schon im n\u00e4chsten Satz allerdings gab Baumann Preis, dass die AfD gar nicht die oben genannte wissenschaftliche, freiwillige und zielorientierte Bedeutung des Begriffs im Sinn hatte. Er verstand unter Remigration n\u00e4mlich nicht eine selbstbestimmte R\u00fcckkehr, sondern eine \u201eR\u00fcckf\u00fchrung von Migranten\u201c die nat\u00fcrlicherweise auch auf Zwang beruhen muss. Schnell musste er als Bundestagsabgeordneter noch hinzuf\u00fcgen, dass diese \u201enach rechtsstaatlichen Grunds\u00e4tzen\u201c erfolgen solle. Allerdings ist dabei weder von sicheren Herkunftsl\u00e4ndern noch von freiwilliger oder individueller Entscheidung die Rede. Die identit\u00e4re Denkfabrik, welche den Remigrationsplan im November 2023 vorgestellt hatte, war noch weniger bem\u00fcht, ihrem Deportationsplan einen gesetzeskonformen Anstrich zu geben. Sie versteht unter Remigration neben der Vertreibung von Migrant*innen zus\u00e4tzlich die Abschiebung unliebsamer Menschen mit deutscher Staatsb\u00fcrgerschaft, vorrangig derjenigen, die Migration als Bereicherung sehen. Damit entfernte man sich schon so weit vom Rechtsstaat, dass offensichtlich war, wie wenig man auf dessen Fortdauern gibt. Schlie\u00dflich hatte der v\u00f6lkische Epigone <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2019-10\/rechtsextremismus-bjoern-hoecke-afd-fluegel-rechte-gewalt-faschismus\">Bj\u00f6rn H\u00f6cke bereits 2019 \u00f6ffentlich verk\u00fcndet<\/a>, dass massive Gewalt Teil des Remigrationsprojektes sei. Er versprach ein \u201egro\u00df angelegtes Remigrationsprogramm\u201c, in dem er \u201ekulturfremde\u201c Menschen und auch Staatsb\u00fcrger*innen mit einer \u201ePolitik der wohltemperierten Grausamkeit\u201c aus dem Land hinausjagen wolle. H\u00f6cke hatte sein Remigrationsprogramm von der Alten und Neuen Rechten in Gro\u00dfbritannien und Frankreich abgeschrieben. Er f\u00fcgte lediglich die Formulierung von der \u201ewohltemperierten Grausamkeit\u201c hinzu, welche vom Philosophen Peter Sloterdijk stammte, und in H\u00f6ckes Augen der Gewaltanwendung die Legitimit\u00e4t philosophischer Rationalit\u00e4t verleihen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Indem rechte Kreise behaupten, sich durch die Verwendung des Remigrationsbegriffs im Diskurs der \u201eMitte\u201c zu befinden, verschleiern sie die wahre Quelle ihrer Massendeportationspl\u00e4ne. Das liegt daran, dass das Remigrationsprojekt der Rechtsextremen, \u201eIdentit\u00e4ren\u201c und AfDler*innen sich gar nicht am heute allgemein gebr\u00e4uchlichen Konzept orientiert. Vielmehr stammt deren Begriffsverwendung aus einer rassistischen Tradition, die auf die antisemitische Bewegung und den Anti-Schwarzen Rassismus seit dem 19. Jahrhundert zur\u00fcckgeht und im Nationalsozialismus und Kolonialismus des 20. Jahrhunderts wieder auflebte. Dabei ist zu bemerken, dass dieses historisch-rassistische Projekt der Remigration nicht rein deutsch war, sondern vielmehr von einer transnationalen Ideologie der \u201eWhite Supremacists\u201c entwickelt und verbreitet wurde, sowie im 21. Jahrhundert von selbsternannten Identit\u00e4ren nur aufgegriffen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Massen-Remigrationspl\u00e4ne entwickelten Antisemit*innen und Propagandist*innen eines Anti-Schwarzen Rassismus im 19. Jahrhundert unter Einbeziehung kolonialistischer Ideen. Wie die Historiker <a href=\"https:\/\/open.ifz-muenchen.de\/handle\/123456789\/4697\">Magnus Brechtken<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.tandfonline.com\/doi\/full\/10.1080\/14623528.2023.2283947\">Eric Kurlander<\/a> gezeigt haben, schmiedete die antisemitische Bewegung seit den 1870er Jahren vor allem, aber nicht nur in Deutschland Pl\u00e4ne zur \u201eAbsonderung und (wenn die Notwehr es gebietet) schlie\u00dfliche[n] Vernichtung des Judenvolkes\u201c (Brechtken, S. 24). Bekannte Radauantisemiten wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eugen_D%C3%BChring\">Eugen D\u00fchrung<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Paul_de_Lagarde\">Paul de Lagarde<\/a> forderten, J\u00fcd*innen nach Pal\u00e4stina, Madagaskar oder Neu-Guinea \u201eabzuschaffen\u201c. Diesen Gebieten war gemein, dass sie Kolonien waren oder wurden, jedoch zu dem Zeitpunkt f\u00fcr europ\u00e4ische Kolonist*innen als unbewohnbar galten (Madagaskar und Neu-Guinea wegen des Klimas, Pal\u00e4stina eher wegen der Muslime). Wer J\u00fcd*innen dorthin deportierte, nahm also ihr Sterben in Kauf oder wollte ihr Aussterben als angeblich \u201eschw\u00e4chere\u201c Rasse bef\u00f6rdern. Etwa zur gleichen Zeit kam in (Nord- und S\u00fcd-)Amerika der Plan auf, man m\u00fcsse die Remigration oder \u201eRepatriation\u201c der befreiten Sklaven nach Afrika organisieren. Viele Wei\u00dfe forderten eine <a href=\"https:\/\/www.jstor.org\/stable\/274941?seq=2\">\u201eDeafrikanisierung\u201c aus rassistischen Gr\u00fcnden<\/a>, weil sie Schwarze als eine Gefahr sahen oder Angst vor \u201eRassenvermischungen\u201c hatten und die Gesellschaft \u201ewei\u00df\u201c halten wollten. Obwohl versklavte Schwarze Menschen meist in L\u00e4ndern wie den USA oder Brasilien geboren worden waren, wollte man sie in dem Moment wieder loswerden, als man sie nicht mehr zur Sklavenarbeit heranziehen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Umfeld solcher kolonial-rassistischen Vorhaben entstand auch der antisemitische <a href=\"https:\/\/open.ifz-muenchen.de\/handle\/123456789\/4697\">Madagaskar-Plan<\/a>, den Nationalsozialist*innen schon in der Zwischenkriegszeit aufgriffen und programmatisch aufbereiteten. F\u00fchrend war dabei der NS-Chefideologe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Alfred_Rosenberg\">Alfred Rosenberg<\/a>, der schon 1925 auf einem Treffen der \u201eAntisemitischen Internationalen\u201c in Budapest zusammen mit Faschisten aus ganz Europa die Deportation der J\u00fcd*innen nach Madagaskar plante. Besonders tat sich dabei <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Henry_Hamilton_Beamish\">Henry Hamilton Beamish<\/a> hervor, der Gr\u00fcnder der britischen faschistisch-antisemitischen Bewegung \u201eThe Britons\u201c. Er war Plantagenbesitzer in Britisch-Ceylon gewesen, hatte im Burenkrieg gek\u00e4mpft und somit koloniale Erfahrungen aus erster Hand. Schon 1923 kontaktierte er auch das Franz\u00f6sische Kolonialministerium, um die Erlaubnis zu erhalten, J\u00fcd*innen zur \u201ekompletten Segregation\u201c nach Madagaskar zu bringen. Rosenberg griff diese Idee auf und sprach von einer \u201eAbsonderung (Compulsory segregation, wie der Engl\u00e4nder sagt)\u201c der J\u00fcd*innen. Diese Absonderung, so res\u00fcmierte Rosenberg, m\u00fcsse allerdings \u201ezwangsm\u00e4\u00dfig sein\u201c und d\u00fcrfe \u201evom freien Willen nicht abh\u00e4ngen\u201c (Brechtken, S. 35). Beamish wurde derweil zum Star in Deutschland und trat unter anderem zusammen mit Hitler im Zirkus Krone in M\u00fcnchen vor 7000 Zuschauer*innen auf. An den Madagaskar-Pl\u00e4nen arbeiteten auch antisemitische und faschistische Ideologen aus Holland, Frankreich und Polen. Zu einem Zentrum der Propagierung des Madagaskar-Plans wurde Erfurt, wo der U. Bodung-Verlag unter dem antisemitischen Publizisten Ulrich Fleischhauer die einschl\u00e4gigen Werke zum Thema ver\u00f6ffentliche und Konferenzen der \u201eAntisemitischen Internationale\u201c mitorganisierte. In einer Ver\u00f6ffentlichung war zu lesen, in Madagaskar \u201em\u00f6gen die Raffenden in k\u00fchler oder w\u00e4rmender Einsamkeit sich aus Schmarotzern in Arbeitende, Schaffende zur\u00fcckwandeln, sich erl\u00f6sen und entparasiten [sic!], um dereinst, nach langer Probezeit im Scho\u00dfe der V\u00f6lker wieder aufgenommen, die fr\u00fcheren S\u00fcnden dienend abzub\u00fc\u00dfen. Oder werden die Juden die Abgeschlossenheit nicht ertragen und dabei eingehen?\u201c (Brechtken. S. 45).<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">\u201eUmgekehrte Kolonisation\u201c als Bedrohungsszenario der Alten und Neuen Rechten<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Verbindung von Antisemitismus, Anti-Schwarzen-Rassismus, Faschismus und Kolonialismus im Geiste der \u201eRemigration\u201c endete aber nicht mit dem Nationalsozialismus und auch nicht mit der Dekolonisation. Im Gegenteil. Als die Neue Rechte sich nach dem doppelten Schock des Endes des Nationalsozialismus und der Dekolonisation wieder sammelte, passte sie ihre Ideologie der neuen Situation an und sprach seltener \u00fcber J\u00fcd*innen und vorrangig \u00fcber Migrant*innen aus Afrika und Asien sowie deren Unterst\u00fctzer*innen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um nach 1945 eine gewaltsame Massen-Deportation unter dem Mantel der Remigration zu rechtfertigen, berief sich die Neue Rechte auf eine \u201eNotwehr\u201c gegen eine angebliche Bedrohung durch \u201ekulturell fremde\u201c V\u00f6lker. Vor allem im Zeitalter der antikolonialen Emanzipation, als um 1960 die meisten ehemaligen Kolonien ihre Unabh\u00e4ngigkeit erk\u00e4mpften, beschworen sie die Notwendigkeit einer Notwehr, so wie die Alte Rechte schon um 1870 die Notwehr gegen die Emanzipation von J\u00fcd*innen und Schwarzen Menschen gefordert hatte. Angesichts der Dekolonisierungsphase um 1960 versuchte die Neue Rechte, <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/books\/abs\/colonial-internationalism-and-the-governmentality-of-empire-18931982\/that-has-been-our-program-for-fifty-years\/53E3ACA5859441DD86925BC5FD6F08EC\">Niedergangs\u00e4ngste in den Ex-Imperien<\/a> zu nutzen, wozu neben England und Frankreich durchaus auch das Dritte Reich zu z\u00e4hlen ist. <a href=\"https:\/\/zeithistorische-forschungen.de\/1-2023\/6103\">In der jungen Bundesrepublik wurden zum Beispiel vorrangig Migrant:innen aus den (ehemaligen) Kolonien in Afrika und Asien abgeschoben, weil sie als besondere Bedrohung wahrgenommen wurden<\/a>. Vor allem aber in Frankreich nahmen Rechtsextreme die Unabh\u00e4ngigkeit Algeriens von 1962 zum Anlass, um das Bedrohungsszenario von einer drohenden Masseninvasion aus der \u201eDritten Welt\u201c heraufzubeschw\u00f6ren. Sie beruhte einerseits auf einer Angst vor der \u201eRache\u201c der ehemals Kolonisierten und andererseits auf dem rassistischen Weltbild des \u201eRassenkampfes\u201c, in dem nur eine der (imaginierten) Rassen \u00fcberleben konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>In solchen zutiefst rassistischen Weltbildern spannen Vertreter*innen der Neuen Rechten ein Narrativ, demzufolge nach Wanderungen nach Europa keine Migration, sondern eine Kolonisation seien, und den Austausch von \u201eEinheimischen\u201c durch \u201eFremde\u201c zum Ziel hatten. Dieses Narrativ diente der Rechtfertigung einer gewaltsamen Zur\u00fcckdr\u00e4ngung dieser \u201ekolonialen Invasor*innen\u201c. Die These von der umgekehrten Kolonisation findet sich schon im 19. Jahrhundert in der antisemitischen Bewegung, welche Europa vom internationalen Judentum, Liberalismus und Kapitalismus \u201ekolonisiert\u201c sah. Auch die Nationalsozialist*innen stellten Deutschland als von Juden kolonisiert dar, womit sie einen angeblichen Rassenkampf auf Leben und Tod aufziehen sahen, der nur durch die Deportation und Ausl\u00f6schung von J\u00fcd*innen zu gewinnen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die neurechte <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/books\/abs\/colonial-internationalism-and-the-governmentality-of-empire-18931982\/that-has-been-our-program-for-fifty-years\/53E3ACA5859441DD86925BC5FD6F08EC\">M\u00e4r von der Kolonisierung durch die ehemaligen kolonialen Untertan*innen<\/a> verband sich kurze Zeit sp\u00e4ter mit den Debatten um die Aufnahme von Asylsuchenden. Im Jahr 1973 erschien in Frankreich der Roman <em>Heerlager der Heiligen<\/em> von Jean Raspail. Der erzkonservative Royalist fabulierte \u00fcber die Ankunft von 99 Schiffen mit Elendsgestalten aus Indien an der C\u00f4te d\u2019Azur, die von gutmeinenden Franz\u00f6s*innen als Fl\u00fcchtlinge aufgenommen wurden, von der Rechten aber als Invasor*innen enttarnt wurden. <a href=\"https:\/\/journals.openedition.org\/hommesmigrations\/11488\">Raspails Dystopie<\/a> richtete sich genauso gegen die angeblichen \u201eFl\u00fcchtlingshorden\u201c wie gegen Fl\u00fcchtlingshelfer*innen und die politische Elite, die im Roman das ganze Land ans Messer lieferten. Von dem Roman wurden zwei Millionen Exemplare verkauft.<\/p>\n\n\n\n<p>Rasipails Roman \u00e4hnelt in seiner Bildsprache der Berichterstattung \u00fcber Migrant*innen im Mittelmeer. Im Jahr 2015 wurde er neu ins Deutsche \u00fcbersetzt und vom Antaios-Verlag ver\u00f6ffentlicht. Dieser in Sachsen-Anhalt beheimatete Verlag, der mit dem neurechten Think Tank \u201eInstitut f\u00fcr Staatspolitik\u201c zusammenh\u00e4ngt, hat f\u00fcr Februar 2024 auch das Buch \u201eRemigration \u2013 Ein Vorschlag\u201c vom neurechten Martin Sellner angek\u00fcndigt. Der selbsternannte Identit\u00e4re Sellner war der Hauptredner auf dem Treffen vom November 2023, auf dem Rechtsextreme Deportationspl\u00e4ne wiederaufgriffen, die rassistische Kreise seit dem 19. Jahrhundert propagierten.<\/p>\n\n\n\n<p>Blickt man also eingehender auf den Remigrations-Begriff der Neuen Rechten, so hat er nichts mit einem ertr\u00e4umten \u201eMarsch in die Mitte\u201c zu tun, durch den Rechtsextreme die Ambivalenzen staatlicher Remigrationspolitik zwischen Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit erkennen und f\u00fcr sich nutzen wollen. (Inter-)Nationale Remigrationspolitik, wie in Asylverfahren oder Programmen der \u201efreiwilligen Repatriierung\u201c, ist f\u00fcr sich oft fragw\u00fcrdig und inkonsequent. Sie steht aber nicht notwendigerweise in einer rassistischen Tradition menschenverachtender Systeme. Statt bei aktuellen Migrationsdiskursen der \u201eMitte\u201c bedienen sich die \u201eIdentit\u00e4ren\u201c beim historischen und transnationalen Rassismus der Alten Rechten, in dem eindeutig die Zwangsentfernung in Form von Deportationen forciert wird.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p><a href=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/project\/freiwilligkeit-und-repatriierung\/\">Im Gegensatz zur Remigration<\/a> geht es dabei nicht um eine tats\u00e4chliche R\u00fcckkehr in ein Herkunftsland. Die Pl\u00e4ne vom November 2023 sprechen vage von Nordafrika als Deportationsziel, was eher eine Chiffre ist als ein konkreter Ort. Noch weniger geht es um R\u00fcckkehrhilfen f\u00fcr Migrant*innen, mit denen Rechtsstaaten und Internationale Organisationen ihre \u201efreiwillige\u201c Remigration erwirken wollen. Stattdessen geht es ganz klar um Massendeportationen. <a href=\"https:\/\/zeithistorische-forschungen.de\/1-2023\/6099\">Wie Jannis Panagiotidis und ich gezeigt haben<\/a>, zeichnen sich Deportationen dadurch aus, dass neben Migrant*innen auch \u201eeigene\u201c Staatsb\u00fcrger*innen zwangsweise an einen Ort verbracht werden, in denen ein \u00dcberleben schwerer oder kaum m\u00f6glich ist. Demnach kommt das Vorhaben auch einer Vernichtung durch die Entziehung von Lebensgrundlagen gleich \u2013 wie zum Beispiel bei der Deportation und Segregation von Schwarzen Menschen in so genannte \u201eBantustans\u201c im s\u00fcdafrikanischen <a href=\"https:\/\/www.degruyter.com\/document\/doi\/10.1515\/9783110680508\/html?lang=de\">Apartheidstaat<\/a>. Somit ist die Remigrationsfantasie der Neuen Rechten klar in eine Linie mit rassistisch motivierten Menschenrechtsverbrechen zu stellen, die vom 19. Jahrhundert \u00fcber den Nationalsozialismus \u00fcber den Kolonialismus hin zur Apartheid reichten und den Tod von Millionen Menschen zur Folge hatten.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\"><div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1200\" height=\"800\" src=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-remigration-zoom-1200x800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-14018\" srcset=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-remigration-zoom-1200x800.jpg 1200w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-remigration-zoom-250x167.jpg 250w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-remigration-zoom-1605x1070.jpg 1605w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-remigration-zoom-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.voluntariness.org\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2024\/01\/protest-berlin-january-2024-remigration-zoom.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Banner von Protestierenden, Demo &#8220;Vielfalt statt Hetze&#8221;, Berlin am 21. Januar 2024 (Foto: \u00a9 Stefan M\u00fcller, bearbeitet, Original verf\u00fcgbar \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/stefan-mueller-climate\/\">Flickr<\/a>, <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by-nc\/2.0\/\">CC BY-NC 2.0 Deed<\/a>)<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"has-content-bg-alt-background-color has-background\">Zitierempfehlung: Wagner, Florian: &#8220;&#8216;Remigration&#8217;: Zwischen freiwilliger R\u00fcckkehr und rassistischer Massendeportation&#8221;, <em>Freiwilligkeit: Geschichte &#8211; Gesellschaft &#8211; Theorie<\/em>, Januar 2024, <a href=\"https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/remigration\/\">https:\/\/www.voluntariness.org\/de\/remigration\/<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Florian Wagner<\/p>\n<p>2024 lancieren Rechtsextreme in Deutschland Massendeportations-pl\u00e4ne, Gro\u00dfdemonstrationen dagegen mobilisieren Hunderttausende, und \u201eRemigration\u201c wird zum Unwort des Jahres. Florian Wagner ordnet den Begriff \u201eRemigration\u201c ein und zeigt, wie eng er mit der Geschichte rassistischer Bewegungen seit dem 19. 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